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Nationalratswahlen 2017: Die Parteien stellen sich vor

Eine Podiumsdiskussion im Mehrzweckraum

Wie bereits bei den Wiener Gemeinderatswahlen im Oktober 2015 organisierten die TeilnehmerInnen der Unverbindlichen Übung Politische Bildung auch heuer eine Podiumsdiskussion zu den Nationalratswahlen. Am Podium eingeladen waren alle zehn bundesweit kandidierenden Parteien, gekommen sind acht von ihnen. In einem Eingangsstatement erläuterten die ParteienvertreterInnen die Motive für ihr Engagement in der jeweiligen Partei und die wichtigsten Anliegen der Partei. In einem zweiten Block antworteten die PolitikerInnen auf Fragen der UÜ-Gruppe zum Thema Bildung. Danach ging der Ball ins Publikum, aus dem viele kritische Fragen zu verschiedenen Themen an einzelne ParteienvertreterInnen gestellt wurden.

Da fast die gesamte Oberstufe der Einladung der OrganisatorInnen gefolgt war, platze der Mehrzweckraum aus allen Nähten. Der begrenzte Zeitrahmen, die hohe Anzahl der PodiumsteilnehmerInnen sowie die vielen Anfragen aus dem interessierten Publikum stellten die beiden ModeratorInnen der Diskussion, Rita El Bitar aus der 8a und Konrad Körmöczi aus der 7e, beide TeilnehmerInnen der UÜ Politische Bildung, vor große Herausforderungen, die sie aber bravourös meisterten.

von Lara Ladinegg (6b), für die TeilnehmerInnen der UÜ Politische Bildung

Geschichte-Wahlkurs: Auf Gedenkmarsch für deportierte Juden

Am 5. Oktober 1942 fuhr ein Zug, vollgeladen mit jüdischen Wienern und Wienerinnen, zum zehnten und letzten Mal von Wien nach Maly Trostinec bei Minsk, einem ehemaligen Vernichtungsort der Nationalsozialisten, wo diese über 500 Juden und Jüdinnen nach der Ankunft sofort ermordet wurden.

Zum Gedenken an dieses Verbrechen der Nationalsozialisten fand 75 Jahre später, am 5. Oktober 2017, ein Trauermarsch mit anschließendem Vortrag mit dem Titel „Alles gesehen – nichts gewusst“ statt. Die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses „Der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa“ nahmen an diesem Marsch teil, um der Opfer zu gedenken und weitere Informationen über die Untaten der Nationalsozialisten zu erhalten. Der Trauermarsch führte von der Kleinen Sperlgasse 2a im 2. Bezirk, dem ehemaligen Sammellager, zum Mahnmal auf dem Judenplatz im 1. Bezirk, wo die Namen der über 500 Opfer der Deportation abwechselnd von den TeilnehmerInnen verlesen wurden. Auch vier SchülerInnen unseres Wahlkurses beteiligten sich daran.

Ziel dieses Marsches und der neun vorangegangenen ist es, für die Opfer dieser Deportationen nach Maly Trostinec ein Grabmal am Vernichtungsort zu errichten. Die Organisatorin des Marsches richtete diese Forderung mehrmals an die österreichische Bundesregierung. Die Teilnahme unserer SchülerInnengruppe stieß sowohl bei der Organisatorin als auch bei einigen der ca. 60 TeilnehmerInnen, darunter auch Angehörige der Opfer, auf großes Echo, weil damit vermittelt werde, dass sich nicht nur die ältere Generation für die Opfer der Nationalsozialisten interessiere, sondern auch die jüngere und somit die Erinnerung nicht mit der älteren Generation ausstirbt.

Adrian Wareka (6d),
für die TeilnehmerInnen des Wahlkurses „Der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa“)

Am 12. 9.2017 besuchten alle 3. Klassen eine Multivisionsschau von Global 2000 im großen Saal der VHS Floridsdorf. Nach einer Moderation sahen wir einen eindrucksvollen Film.

Der Film beginnt in der Steinzeit. Die Menschen waren Jäger und Sammler. Um an Fleisch zu gelangen, mussten sie jagen. Das war anstrengend und auch sehr gefährlich. Kluge Menschen begannen Tiere zu züchten, denn es war einfacher und nicht so zeitaufwendig. Außerdem hatten die Menschen einen perfekten Kreislauf. Von Kühen konnten sie Milch und Käse gewinnen. Die Nutztiere fraßen Gras, von dem sie genug hatten. Wenn man zu viele Kühe oder Stiere hatte, schlachtete man sie. Die Überreste ihres Essens gaben sie ihren Schweinen zu fressen. Auch diese konnten die Menschen jederzeit schlachten.

Jetzt ist das anders. Schon am zweiten August 2017 haben wir alle Ressourcen, die uns dieses Jahr zustehen, verbraucht. Wir leben überhaupt nicht nachhaltig, das heißt, dass es bald keine Ressourcen mehr geben wird. Einer der Gründe ist, dass wir Lebensmittel, die wir selbst essen könnten, an unsere Nutztiere verfüttern. Die Anzahl der Weltbevölkerung steigt und dadurch auch die Anzahl der Nutztiere. Jetzt brauchen wir natürlich auch mehr Futter und mehr Platz. Deswegen werden leider sehr viele Regenwälder gerodet. Das führt zum Sterben vieler Waldbewohner.

Auf unserem Planeten leben 65% Nutztiere, 32% Menschen und nur 3% Wildtiere. Außerdem sind nur ein Viertel der ganzen Weltbevölkerung „reiche“ Leute, aber diese verbrauchen drei Viertel der Ressourcen und für die restlichen drei Viertel der Weltbevölkerung bleiben dann nur noch ein Viertel der Ressourcen übrig. Das ist aber viel zu wenig für diese Menschen.

So kann es nicht weitergehen und deswegen sollten wir schnell etwas ändern, bevor es zu spät ist. Jetzt ein paar Tipps was wir besser machen könnten:                                                                                                                      

  1. Man sollte Fleisch nur dann kaufen, wenn man sich sicher ist, dass das Tier ein schönes Leben hatte (Bio-Fleisch).                                
  2. Man sollte Eier nur von Bio-Freilandhühner kaufen. Am besten direkt von einem Bauern.
  3. Man sollte nicht jeden Tag Fleisch essen, weil es den Körper fett und träge macht. Außerdem ist es nicht gut für deine Gesundheit.

Der biologische Fußabdruck misst die Fläche, die wir für unsere jetzige Lebensweise brauchen. Für unseren biologischen Fußabdruck bräuchten wir drei Planeten, aber wir haben nur einen.

Wir fanden den Film sehr spannend und interessant, weil wir durch ihn sehr viel Neues gelernt haben. Außerdem war es gut, dass es zwei verschieden Teile gab-das Erklären und den Film.  

Bericht von Leena und Julia, 3C; Paul, 3E

Mitte September besuchten die SchülerInnen eines Geschichte-Wahlkurses die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Ebensee. Die Wochenend-Exkursion begann mit einem Besuch im dortigen Zeitgeschichte-Museum, wo wir uns in Kleingruppen mit der Geschichte der Region auseinandersetzten: Terror und Widerstand lagen in der Nazizeit hier eng nebeneinander. Einerseits das KZ Ebensee als Außenlager von Mauthausen, andererseits gab es ein Netz von WiderstandskämpferInnen und Deserteuren, die 1944/45 sogar eine Partisanengruppe in den Bergen aufbauten.

Nachdem das Lager 1943 fertiggestellt worden war, lebten dort bis Kriegsende ca. 27.000 Gefangene, davon starben leider ca. 8500 durch Hunger, Sklavenarbeit, Kälte oder wurden direkt von den Nazis ermordet. Die Häftlinge mussten riesige Stollen in die Berge graben, die den Zweck hatten, dort Teile der deutschen Rüstungsproduktion - geschützt vor alliierten Bombern -unterzubringen.

Mehrere Denkmäler und eine lange Gedenktafel mit den Namen der Häftlinge am nahe gelegenen Friedhof erinnern an die unzähligen Opfer. Die Liste ist jedoch noch immer nicht vollständig, sie wird durch weitere historische Forschungen erweitert und komplettiert.


Die Gelegenheit zu haben, alles aus nächster Nähe besichtigen, ja anzufassen können, ist eine ganz andere als die Fotos aus dem Schulbuch zu interpretieren.

Text und Fotos: Márton Nagy (8a)

 

5 Blechbläser besuchten das Schulschiff und zeigten den Klassen 2A und 3A ihre Künste auf der Trompete, dem Horn, der Posaune, der Tuba und dem Tenorhorn.

Sie musizierten gemeinsam, spielten einen mitreißenden Marsch und so manch bekannte Melodie. Weiters wurden Funktion und Spielweise der einzelnen Instrumente erklärt und vorgeführt. Vom Gartenschlauch bis zur kleinen (und sehr hohen) Piccolo-Trompete war alles dabei. Die Schülerinnen und Schüler lauschten den Klängen der unterschiedlichen Blechblasinstrumente, erkundigten sich über Besonderheiten und probierten dann selbst einen Ton auf den verschiedensten Instrumenten zu spielen.

Im Mai 2017 konnten zwei Geschichte-Lehrer des Schulschiffs an einer Gedenkreise nach Weißrussland teilnehmen: auf den Spuren der NS-Verbrechen  im 2. Weltkrieg.

Nach 1945 hat es Jahrzehnte gedauert, bis in den österreichischen Schulen umfassend über die Verbrechen der Nazizeit aufgeklärt wurde. Heute fahren viele Geschichte-KollegInnen mit ihren SchülerInnen in die Gedenkstätte Mauthausen, manche auch nach Auschwitz. Gut so! – Und trotzdem ist der Ort, an dem die meisten österreichischen Juden und Jüdinnen von den Nazis ermordet wurden, in der österreichischen Öffentlichkeit kaum bekannt.

Maly Trostinec – im 2. Weltkrieg ein kleiner Vorort der weißrussischen Hauptstadt Minsk.  Die Nazis ermordeten dort rund 60.000 Menschen, darunter mindestens 10.000 Juden und Jüdinnen aus Österreich.  Da das Ghetto von Minsk im Jahr 1942 überfüllt war, wurde der allergrößte Teil der aus Wien deportierten Menschen direkt nach der Ankunft in Minsk mit Lastwagen nach Maly Trostinec gebracht und  sofort ermordet. Ein Teil schon auf der Fahrt in Gas-LKWs, die meisten gleich nach der Ankunft in einem Waldstück namens Blagowschtschina. Sie wurden, man muss es so formulieren, in große Erdlöcher „hineingeschossen“.

Völlig unfassbar dann die Zahlen der von den Nazis ermordeten BürgerInnen Weißrusslands: Von den ca. neun Millionen Menschen, die 1941 in Weißrussland lebten, wurden etwa 1,6 bis 1,7 Millionen von den deutschen Besatzern ermordet, das sind 18 bis 19 Prozent der Bevölkerung: Circa 700.000 Kriegsgefangene (von denen die Nazis viele verhungern ließen), 500.000 bis 550.000 Juden und Jüdinnen und ca. 345.000 Menschen im Zuge der „Partisanenbekämpfung“: Als Vergeltungsmaßnahme gegen Partisanenangriffe haben die Nazis mehr als 600 zivile Dörfer verbrannt – mitsamt den BewohnerInnen. 

Zu diesen Zahlen kommen noch mehrere hunderttausend in den Reihen der Roten Armee als SoldatInnen gefallene Weißrussen.   

In Österreich ist von all dem bis heute sehr wenig bekannt. In Minsk gibt es nahe dem ehemaligen Ghetto seit einigen Jahren eine kleine Gedenktafel  der Republik Österreich (mit einer zu niedrigen Zahlenangabe der österreichischen Opfer).  Und  seit Kurzem steht in Maly Trostinec ein eindrucksvoller Gedenkstein der Weißrussischen Republik für die Opfer. 

Was fehlt ist ein - von der Republik Österreich errichtetes - Grabmal  für die mindestens 10.000 österreichischen Opfer am Ort ihrer Ermordung.  Ein Grabmal mit den Namen der Ermordeten,  damit sie als Menschen, als Individuen in Erinnerung  bleiben  und nicht als Teil einer anonymen Masse. Ein Ort des Gedenkens auch für die Angehörigen.

Keine offizielle österreichische Instanz hat sich die Errichtung dieses Grabmals zur Aufgabe gemacht – es obliegt einer privaten Initiative von Nachfahren der Ermordeten, sich dafür einzusetzen.  Der kleine, engagierte Verein „IM-MER Initiative Maly Trostinec erinnern“  organisiert seit 2010 Gedenkreisen nach Minsk, bei denen u.a. Schilder mit den Namen der Ermordeten am Ort des Geschehens angebracht werden.  An der Reise  im Mai 2017 konnten auch zwei Kollegen des Schulschiffs teilnehmen.   Diesem Verein  ist es zu verdanken, dass der österreichische Nationalrat im Vorjahr einen Grundsatzbeschluss zur Errichtung dieses Grabsteines gefasst hat. Dieser Beschluss harrt allerdings weiter der Umsetzung. Für uns als LehrerInnen heißt das:  Maly Trostinec sollte von uns im Unterricht thematisiert, in Projekten behandelt  werden. Nicht nur, indem wir aufzeigen, was die Nazis dort gemacht haben – wichtig wäre auch die Frage, warum es mehr als 70 Jahre gedauert hat, bis der Name des Ortes, an dem so viele ÖsterreicherInnen ermordet wurden, in unserem Land zumindest halbwegs bekannt wurde.

Näheres: www.im-mer.at sowie www.waltraud-barton.at/immer/de/home.html

 

Im April 2017 war die Autorin Gitta Tonka in der 4c und in der 7a zu Besuch. Zusammen mit ihrem Mann, der die Präsentation mit PowerPoint unterstützte, stellte sie das Buch “Buchengasse 100. Geschichte einer Arbeiterfamilie“ vor. Es basiert auf den Aufzeichnungen ihrer 1923 geborenen Mutter Oswalda Tonka, deren Manuskript Gitta in ihrer  Pension aufgearbeitet und als Buch herausgegeben hat.
„Buchengasse 100“ ist zugleich Buchtitel und eine Adresse in Wien Favoriten, wo Oswalda Tonka aufgewachsen ist. Es handelt von drei Generationen einer Wiener Arbeiterfamilie.
Oswalda wuchs in der Ersten Republik als Waise auf und lebte bei ihren Tanten in der Buchengasse 100. Sie schildert einleitend auch die Geschichte ihrer Eltern, die noch in der Habsburgermonarchie lebten und arbeiteten. Im Unterschied zum allseits bekannten Franz-Josef- und Sissi-Kitsch war das Leben der ArbeiterInnen in der Monarchie hart und entbehrungsreich. Geringer Lohn und engste Wohnverhältnisse waren alltäglich. Für uns Selbstverständliches wie das Wahlrecht (in der Monarchie nur für Männer) musste mühsam erkämpft werden.
In der Nazi-Zeit war Oswald dann im antifaschistischen Widerstand aktiv. Sie beteiligte sich als junge Frau an Sabotageaktionen in einem kriegswichtigen Betrieb in Wien und floh schließlich mit ihrem Freund zu slowenischen Partisanen, mit denen sie gegen die Nationalsozialisten kämpfte.
Sie und ihre ganze Verwandtschaft  standen  immer wieder  gegen Ungerechtigkeit auf. Ihre Familie war über 100 Jahre lang an zeitgeschichtlichen Brennpunkten zugegen.
Wir fanden Gittas Vortrag spannend und sehr interessant, da wir viel über ihre Vorfahren, aber auch über die historischen Ereignisse der Monarchie, der 1. Republik und der NS-Zeit  gelernt haben.

Vom 26.3. bis 1.4. begab sich die Lateingruppe der 7. Klasse nach Rom. Nach einer anstrengenden Zugfahrt im Liegewagen stiegen wir am Montag um 9:30 Uhr im warmen Rom aus. Nach einer kurzen Besichtigung unseres Apartments besuchten wir das Forum Romanum, wo wir viele Ausgrabungen aus der Römerzeit sahen. Auf dem Palatin begann es leider zu regnen. Nach einem Spaziergang über die „Schreibmaschine“, Via del Corso und der Spanischen Treppe sind wir in das Restaurant „La Famiglia“ zum Abendessen gegangen. Müde begaben wir uns dann in unsere Wohnung.

Nach einem etwas verregneten Tag, folgte eine Woche mit wolkenlosem Sonnenschein.

Am 2. Tag besichtigten wir das Colosseum, den Circus Maximus und die Trajansmärkte. Nach den selbstgekochten Spaghetti am Abend, gingen wir zum Trevibrunnen.

Auch der 3. Tag ging spannend und anstrengend weiter. Wir erfuhren etwas über die Engelsburg und hatten von dort einen wunderschönen Ausblick auf den Petersdom. Trotz müden Füßen gingen wir zu Basilica San Paolo, wo alle bisherigen Päpste auf Gemälden abgebildet sind. Abends besuchten wir ein Restaurant, in dem wir uns gut unterhielten.

Am 4. Tag besichtigten wir den Petersdom, nachdem wir eine Stunde angestanden sind. Dort sind wir 551 Stufen auf die Kuppel hinaufgegangen, was anstrengend war, sich aber wegen des Ausblickes gelohnt hat. Nach einem Abendessen in der Stadt, fuhren wir zum besten Eisgeschäft Roms.

An unserem letzten Tag besichtigten wir das Pantheon und den Campo die Flori (ein sehr empfehlenswerter Markt). Danach genossen wir den letzten freien Nachmittag in der Sonne.

Anschließend ging unsere anstrengende, stufenreiche, sonnige, sonnenbrandhaltige, warme, interessante, lehrreiche, übermüdete und wundervolle Romreise zu Ende. Dafür bedanken wir uns sehr bei Frau Professor Wenzel und Herr Professor Lust, die uns diese Reise ermöglicht haben.

Vom 6.3. bis 8.3. waren wir, die 7A und die 7DE auf einer Exkursion in Krakau, mit dem Schwerpunkt auf einer Tages-Exkursion in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Am Montag in der Früh trafen wir uns am Parkplatz beim Schulschiff. Wir fuhren sieben Stunden nach Krakau und kamen um 15.00 Uhr an. Anschließend gingen wir gemeinsam mit den Lehrern durch die Innenstadt von Krakau und hatten danach Freizeit und ein gemeinsames Abendessen. Am zweiten Tag standen wir früh auf und fuhren mit dem Bus zur Gedenkstätte Auschwitz. Dort erwarteten uns zwei Guides und wir gingen getrennt von der anderen Klasse durch das Stammlager Auschwitz 1. Wir bekamen alle Kopfhörer, über die wir den Guide hören konnten. Der erste Eindruck war merkwürdig: Wir haben Backstein- Gebäude gesehen, die an sich nicht schlimm ausgesehen haben, weil das Stammlager vor der deutschen Besatzung eine polnische Kaserne war. Aber das Wissen, wo wir uns befanden, machte ein bedrückendes Gefühl. Der Guide erzählte uns ein paar Fakten über das Lager und ging mit uns danach durch das Tor in Richtung der Baracken. Über dem Tor stand in großen, von Häftlingen gefertigten Buchstaben der zynische Spruch „Arbeit macht frei“. Das Gefühl, durch dieses Tor zu gehen, war sehr beängstigend für uns, weil wir wussten, dass viele Menschen durch dieses Tor hineingegangen waren, aber nicht mehr hinaus. Schon im Voraus erfuhren wir, dass die Baracken im Stammlager z.T. renoviert worden waren und sich darin Ausstellungen über das Lager befanden.

Die zwei berührendsten Momente für uns waren einerseits ein Raum, über den wir informiert wurden, dass wir dort keine Fotos machen durften: Wir betraten einen langen Raum, der getrennt war durch eine Glasscheibe. Auf der anderen Seite der Scheibe war ein sieben Tonnen schwerer Haufen Haar von ermordeten Menschen. Der Haufen war jedoch nur ein Bruchteil der abgeschnittenen Haare, weil die Nazis die Haare zu Matratzen und Socken verarbeitet haben. Andererseits eine Baracke, wo im Keller Einzelzellen für politische Häftlinge waren. Unter den Zellen waren auch „Stehzellen“ und „Dunkelzellen“. Die Stehzellen waren nur einen Quadratmeter groß und mit Ziegeln zugemauert. In diesem Keller wurde zum ersten Mal das Gas Zyklon B eingesetzt. Es war ein sehr beengendes und ungutes Gefühl an diesem Ort zu sein. Das war aber ,,nur‘‘ das Stammlager Auschwitz 1.

Wir gingen danach zum Bus und fuhren drei Kilometer zum ehemaligen Vernichtungslager Ausschwitz – Birkenau. Das riesige Backsteintor, durch das damals der Zug mit den gefangenen Juden durchfuhr, werden wir in unserem Leben nicht mehr vergessen. Es wird das „Todestor“ genannt und ist der Eingang zum Ort des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte. Die Schienen teilen das gesamte Areal in zwei Hälften.

Auschwitz – Birkenau erschien uns riesig groß, quasi eine Stadt des Todes: Holz und Steinbaracken, soweit das Auge reicht. Wir gingen den Weg entlang, der die beiden Areale trennt. Am Ende des Weges standen vor uns einige Denkmäler und links und rechts von uns die von den Nazis gesprengten Gaskammern. Sie zerstörten sie kurz vor der Befreiung des Lagers durch die sowjetische Rote Armee.
Danach zeigte uns der Guide die Wasch- und Wohnbaracken. Die Häftlinge mussten eng aneinander gedrückt auf den Brettern schlafen – in drei Etagen übereinander.
Mit einem beängstigten Gefühl gingen wir aus dem Lager. Wir stiegen in den Bus und fuhren zurück nach Krakau. Im Hostel setzten wir uns nach Klassen getrennt noch einmal zusammen und sprachen über das Erlebnis. Einige erzählten, dass sie weiche Knie bekommen hatten und ihnen zum Weinen gewesen war. Zum Ausgleich für diesen sehr intensiven Tag hatten wir den Abend frei und konnten Krakau auf eigene Faust erkunden.

Am dritten Tag machten wir noch eine Führung durch das ehemalige jüdische Viertel der Stadt und besuchten das Museum, das in der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler eingerichtet ist. Dann ging es wieder nach Hause. Wir blicken auf drei intensive, aber auch spannende Tage zurück, die wir trotz der Schwere des Themas nicht missen wollen.

Zwei Exkursionen zu wichtigen Ausstellungs- und Erlebnisorten der österreichischen Geschichte - dem Waschsalon im Karl-Marx-Hof und dem Kunsthistorischen Museum - führte die 6C unlängst unter Begleitung von MMag.a Petra Ederer und Mag. Florian Bachofner-Mayr durch. Ziel war ein Einblick in zwei ganz unterschiedliche Epochen der Geschichte Österreichs und Wien.

Im Waschsalon des bekannten Gemeindebaus Karl-Marx-Hof in Wien-Heiligenstadt wird im Erdgeschoss noch heute die Wäsche der Bewohner gewaschen. Als der Hof errichtet wurde, war eine Waschküche ebenso eine sensationelle Neuentwicklung wie andere soziale Angebote, etwa Unterstützungspakete für junge Mütter oder Erholungseinrichtungen direkt im Bau. Mit Initiativen wie diesen versuchte die sozialdemokratische Stadtregierung des "Roten Wiens" in den 1920er und 1930er-Jahren vor allem für Arbeiter/innen bessere Wohn- und Lebensverhältnisse zu schaffen. In einer interessanten Führung erfuhren die Schüler/innen anhand anschaulicher Beispiele vieles über die soziale und politische Situation der Ersten Republik.

Nach einer sonnigen Mittagspause am Vorplatz des Karl-Marx-Hofes ging es weiter in das Kunsthistorische Museum, wo die Schüler/innen selbstständig die Gemäldesammlung nach Spuren der älteren Geschichte Österreichs - vor allem der frühen Habsburger-Zeit rund um Kaiser Maximilian - erforschten.

Am 10. 3. 2017 waren neun SchülerInnen der 4c des Schulschiffs  bei einer Gedenkstunde im Bezirksamt Floridsdorf. Diese Veranstaltung diente dem Andenken an die Opfer und die WiderstandskämpferInnen während der Nazizeit. Bei diesem  Gedenken an den Einmarsch der Nazis am 12.März 1938  lasen mehrere von uns Textstellen aus dem „Tagebuch der Anne Frank“ vor, das wir vorher auch im Deutschunterricht besprochen hatten.
Anne Frank ist ein jüdisches deutsches Mädchen, das während der Nazizeit mit seiner Familie nach Amsterdam geflohen ist. Gemeinsam mit einer anderen Familie lebten sie versteckt  im Hinterhaus einer Fabrik. Kurz vor Kriegsende wurden sie jedoch entdeckt.  Anne, ihre Schwester und ihre Mutter starben in einem Konzentrationslager. Ihr Vater überlebte,  fand nach Kriegsende in Annes Sachen ihr Tagebuch und veröffentlichte es.

Mit viel Freude und verschiedenen Leckerbissen haben am Elternsprechtag ein paar Kinder der 3G ein Spendenbuffet für die St. Anna Kinderkrebsforschung organisiert. Süßes und Salziges konnte man kaufen. Gesunde Getränke gab es auch. Das Tröstgeschichten-Buch des Projektes "INTERACCT", in dem Zeichnungen der 3G und anderer Klassen des Schulschiffs zu sehen sind, wurde auch angeboten. Wir hoffen, dass sich die krebskranken Kinder über das gesammelte Geld freuen und schnell gesund werden.

(Najwa Hamdi, 3G)

Einige Kinder der 3G waren so liebenswürdig und haben zusätzlich die APP des Projektes INTERACCT getestet. Als Dankeschön planen wir ins Spital zu gehen um verschiedene Gesundheitsberufe kennen zu lernen sowie an die Uni Wien um dort Game Design und Virtual Reality Projekte sehen zu können.

LINK ZUM PROJEKT: http://www.interacct.at/project/default.aspx

LINK ZU DEN TRÖSTGESCHICHTEN: http://www.interacct.at/troestgeschichten/

SIE HABEN NOCH KEIN BUCH UND MÖCHTEN EINES BESTELLEN?

http://www.interacct.at/troestgeschichten/book.aspx

Erste Schritte auf unbekanntem digitalen Terrain: In einem Forschungsprojekt des Technologie-Unternehmens Fluxguide, der Universität für angewandte Kunst Wien und des MAK entstand der Prototyp einer Smartwatch-App. Konzipiert für SchülerInnen in der Berufsorientierungsphase, hält die App im Rahmen der MAK-Ausstellung „handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt“ interaktive, multimediale Ihalte zu handwerklichen Berufen bereit.

Die 6D (Schulschiff Bertha von Suttner) hat bei der Entwicklung des Prototypen mitgewirkt und sechs SchülerInnen bei der Testung im MAK.  

Das Projektteam: Ruth Mateus-Berr und Luise Reitstätter von der Angewandten, André Seirafi, Kasra Seirafi und Martin Grubinger von Fluxguide sowie Beate Lex vom MAK bedanken sich für die Teilnahme am Projekt folgenden Schulen: NMS/Musik-NMS Dietrichgasse (Dietrichgasse 36, 1030 Wien), NMS Viktor-Christ-Gasse (Viktor-Christ-Gasse 24, 1050 Wien), Fachmittelschule und Polytechnische Schule FMS/PTS 3 (Maiselgasse 1, 1030 Wien), BORG für Musik und Kunst (Hegelgasse 12, 1010 Wien) und GRG21 Bertha von Suttner (Donauinselplatz, 1210 Wien).

Danke auch besonders Karin Mayr für die gute Kooperation in der 6D und allen Kolleg*innen, die Verständnis dafür hatten und ihre Stunden uns hierfür geschenkt haben!

Die Smartwatch-App entstand aus dem Forschungsprojekt „personal.curator“, das die Einsatzmöglichkeiten von Wearables für die Bereicherung individueller Museumserfahrungen untersucht. Ein Projekt von Fluxguide GmbH und der Universität für angewandte Kunst Wien (Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Abteilung Fachdidaktik) in Kooperation mit whatchado GmbH und dem MAK.

Video zum Projekt: http://www.mak.at/programm/veranstaltungen/alle/veranstaltungen?event_id=1485311246104&article_id=1485311246016

 

 

Meinungsfreiheit? Medien und Demokratie? Cybermobbing? Manipulation durch Information? Mit diesen Themen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3A und 3E in der Demokratiewerkstatt des österreichischen Parlaments auseinander. In jeweils vier Gruppen recherchierten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen zur Bedeutung von Medien und Meinungsfreiheit in einer Demokratie. Ebenso beschäftigten sie sich auch mit ihrer eigenen Rolle und Verantwortung als MedienkonsumentInnen und -produzentInnen. Neben den eigenen Recherchen wurden auch Passanten auf der Straße zur Rolle der Meinungsfreiheit in einer Demokratie befragt. Die im Workshop gesammelten Informationen verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler anschließend in einem Video.

Hier geht’s zum Video der 3E: https://www.demokratiewebstatt.at/demokratiewerkstatt/beitraege-aus-der-werkstatt/parlament-obj/111342/?tx_parlamentcalendar_pi1%5Bday%5D=2016-11-17

Bericht von Kerstin Knauseder und Laura Pekert (3E):

„Am 17. November wurde unsere Klasse, die 3E, zu einem Workshop ins Palais Epstein eingeladen. Das Thema war „Manipulation durch Information“. Wir hatten eine ungefähre Idee davon, was uns erwarten würde, aber überrascht hat es uns trotzdem, was am Ende dabei herauskam. Unsere Themen waren: Medienvielfalt Cybermobbing Medien beeinflussen Meinungen Manipulation durch Information Nachdem wir in vier Gruppen Informationen und Meinungen zu den Themen gesammelt hatten, drehte jede Gruppe kurze Filmclips, die am Schluss zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten wurden. Dank dieses Workshops ist uns klar geworden, wie sehr Medien uns beeinflussen. Daher empfiehlt die 3E, dass man Informationen immer kritisch betrachten sollte und – wenn möglich – auch vergleicht, wie ein Thema unterschiedlich dargestellt wird.“

Kommentar von Maria Donskov (3A):

„Mir persönlich hat es in der Demokratiewerkstatt sehr gut gefallen und auch Spaß gemacht. Ich glaube, unsere Lehrer haben sich wirklich Gedanken darüber gemacht, was wir alles als Klasse machen können. Danke für diesen tollen Tag!“

Gutes tun ist immer gut, wenn es aber auch noch gut schmeckt, wirkt es oft doppelt. Wie bereits in den letzten Jahren engagierte sich die (diesjährige) Religionsgruppe der 4D auch heuer wieder am Tag der offenen Tür für soziale Anliegen. Vor zwei Jahren sammelte sie - am Höhepunkt der Malaria-Epidemie - für Ärzte ohne Grenzen, im letzten Jahr für ein Missio-Projekt auf den Philippinen und heuer - wieder in Eigenregie - für die Kinderkrebshilfe des St. Anna Kinderspitals.

Bereits am Vortag wurden von einer tapferen und gut gelaunten Gruppe in der Großküche des Schulschiffs (ein großes Danke an Martina Kostelanik vom Schulbuffet!) über 1.000 Kekse nach eigenem Rezept gebacken. Der Verkauf am Tag der offenen Tür brachte schließlich 330€ an Spenden für die St. Anna Kinderkrebshilfe ein.

Die 4D und ihr Religionslehrer Mag. Florian Bachofner-Mayr bedanken sich für die Spenden und hoffen, dass auch dieses Gute ganz gut geschmeckt hat!

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