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Am 17. und 18. Oktober 2016 besuchte der DDR-Zeitzeuge und ehemalige Oppositionelle Rainer Dellmuth das GRG 17 Geblergasse und das Schulschiff. Nach einem öffentlichen Vortrag am 17. Oktober im Festsaal des Gymnasiums Geblergasse besuchte er am Dienstag, dem 18. Oktober, fünf Schulklassen des Schulschiffs.

In seinem Vortrag und den Gesprächen im Rahmen des Unterrichts erzählte Rainer Dellmuth vom DDR-Alltag, den Strukturen des SED-Regimes zwischen 1949 und 1989 sowie seiner persönlichen Lebensgeschichte, die ihn zweimalig wegen "staatsgefährenden Verhaltens" und "versuchter Republikflucht" in Stasi-Gefangenschaft brachte. Mit seiner lebhaften, humorvollen und oft auch sehr sarkastischen Art vermittelte er nicht nur historisches Wissen über eine "Diktatur vor unserer Haustüre", sondern auch einen Einblick darin, wie Betroffene heute mit dem Erlebten umgehen, wie Verarbeitung geschenen kann und welche Versäumnisse in der Wendezeit nach 1990 zu aktuellen sozialen und politischen Problemen nicht nur, aber vor allem in den "neuen deutschen Bundesländern" führen.

Angestoßen wurden der Vortrag und die Unterrichtsbesuche von zwei 8. Klassen der Geblergasse und des Schulschiffs, die Rainer Dellmuth im Rahmen ihrer Berlin-Projekttage im Juni 2016 als Zeitzeugen im ehemaligen Stasi-Gefägnis Hohenschönhausen kennengelernt hatten. Von LehrerInnenseite waren Mag. Thomas Haviar (Geblergasse) und Mag. Florian Bachofner-Mayr (Schulschiff) für die Organisation und Durchführung verantwortlich.

Detaillierte Einblicke in die Erzählungen Rainer Dellmuths können u.a. in seinem Buch "Unterwegs im Grotewohl-Express" gewonnen werden, das in Kürze in der Schulbibliothek zur Ausleihe erhätlich sein wird.

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