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Im April 2017 war die Autorin Gitta Tonka in der 4c und in der 7a zu Besuch. Zusammen mit ihrem Mann, der die Präsentation mit PowerPoint unterstützte, stellte sie das Buch “Buchengasse 100. Geschichte einer Arbeiterfamilie“ vor. Es basiert auf den Aufzeichnungen ihrer 1923 geborenen Mutter Oswalda Tonka, deren Manuskript Gitta in ihrer  Pension aufgearbeitet und als Buch herausgegeben hat.
„Buchengasse 100“ ist zugleich Buchtitel und eine Adresse in Wien Favoriten, wo Oswalda Tonka aufgewachsen ist. Es handelt von drei Generationen einer Wiener Arbeiterfamilie.
Oswalda wuchs in der Ersten Republik als Waise auf und lebte bei ihren Tanten in der Buchengasse 100. Sie schildert einleitend auch die Geschichte ihrer Eltern, die noch in der Habsburgermonarchie lebten und arbeiteten. Im Unterschied zum allseits bekannten Franz-Josef- und Sissi-Kitsch war das Leben der ArbeiterInnen in der Monarchie hart und entbehrungsreich. Geringer Lohn und engste Wohnverhältnisse waren alltäglich. Für uns Selbstverständliches wie das Wahlrecht (in der Monarchie nur für Männer) musste mühsam erkämpft werden.
In der Nazi-Zeit war Oswald dann im antifaschistischen Widerstand aktiv. Sie beteiligte sich als junge Frau an Sabotageaktionen in einem kriegswichtigen Betrieb in Wien und floh schließlich mit ihrem Freund zu slowenischen Partisanen, mit denen sie gegen die Nationalsozialisten kämpfte.
Sie und ihre ganze Verwandtschaft  standen  immer wieder  gegen Ungerechtigkeit auf. Ihre Familie war über 100 Jahre lang an zeitgeschichtlichen Brennpunkten zugegen.
Wir fanden Gittas Vortrag spannend und sehr interessant, da wir viel über ihre Vorfahren, aber auch über die historischen Ereignisse der Monarchie, der 1. Republik und der NS-Zeit  gelernt haben.

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