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Mitte April besuchte John Pas, der zur Zwangsarbeitervergangenheit seines Vaters forscht, die 4F und berichtete über seine Tätigkeit und seine Erkenntnisse im Speziellen und über Zwangsarbeit im NS-Regime allgemein.

Seine Arbeit beleuchtet den eher wenig bekannten Umstand, dass auch angehörige westeuropäischer Staaten (hier konkret der Niederlande), die keiner verfolgten Minderheit angehörten, vom NS-Regime zu Zwangsarbeit verpflichtet (weil z.B. arbeitslos gemeldet) und nach Deutschland (bzw. auch das heutige Österreich) gebracht wurden.

So wurde John Pas‘ Vater einem „Arbeitsbataillon“ zugeteilt, das militärisch geführt wurde, jedoch handwerkliche Aufgaben zu erfüllen hatte.

Aus dem ursprünglich privaten Forschungsprojekt nach dem Schicksal einer Einzelperson entwickelte sich eine umfassendere Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit, in die John Pas mit einem multimedialen Vortrag der 4F Einblick gewährte.

Die Schülerinnen und Schüler folgten interessiert dem eineinhalbstündigen Vortrag und stellten auch einige Fragen. Neben der vertiefenden Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit kurz nach dem Mauthausenbesuch war es für die Kinder auch eine interessante Erfahrung jemanden zu treffen, der sich intensiv, freiwillig und ehrenamtlich mit Geschichte auseinandersetzt und die Lehren aus der Geschichte – insbesondere an die junge Generation – aus innerster Überzeugung weitergeben möchte.

John Pas‘ Tätigkeit in Österreich wird von der Sozial- und Kulturinitiative „Triangel“ ( http://www.triangel.or.at ) unterstützt, die auch sein Buch Kein Feuerwerk am Silvester“ ( http://www.triangel.or.at/Doc/presseaussendung201302.pdf ) herausgegeben hat. (Ein Exemplar besitzt die Schulbibliothek.)

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