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Médecins sans frontières in Wien

Im Rahmen unserer „25 Jahre Schulschiff“ - Spendenaktion für Ärzte ohne Grenzen besuchten wir mit Frau Prof. Marizzi und Herrn Prof. Zwillink die Ausstellung dieser international tätigen Organisation am Karlsplatz.

Erst wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Meine Gruppe wurde von der Allgemeinmedizinerin Susanna, die für Ärzte ohne Grenzen u.a. in Tschetschenien und im Südsudan im Einsatz war, geführt.

Zunächst wurden wir allgemein über die Organisation informiert, die in Frankreich unter dem Namen Médecins sans frontières (MSF) gegründet wurde. Wir erfuhren, dass MSF zu 95%  von Spenden finanziert wird und keine staatlichen Förderungen annimmt, da sie politisch unabhängig bleiben möchte.

Dann erzählte Susana uns über Flüchtlingscamps und deren Ausstattung. In den besagten Camps gibt es oft enorme Engpässe, die Wasser- und Nahrungsversorgung betreffend. Wir durften als Gruppe versuchen in ein Zelt, das so auch in Flüchtlingscamps eingesetzt wird, zu kriechen und uns fiel auf, dass der Platz in diesen Zelten mehr als beengt ist.

Danach gingen wir zu der nächsten Station, die das Thema Cholera behandelte. Dort erfuhren wir einige Fakten über die Krankheit und lernten etwas über den Krankheitsverlauf von Cholera. Cholera ist eine Durchfallerkrankung, die hauptsächlich durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird.
Als Nächstes informierte uns Susanna über „vernachlässigte Krankheiten“ wie Kala-Azar, eine Infektionskrankheit, Malaria, eine Fieberkrankheit, und die Afrikanische Schlafkrankheit, die wie der Name schon besagt, zu Schlafstörungen führt.

Die nächste Station zeigte eine Versorgungsstation für unterernährte Kinder. Als Beispiel für die extreme Unterernährung der Kinder zeigte uns unsere Betreuerin ein Band, mit dem der Oberarm von Kindern abgemessen wird. Die Gefahrenstufen sind mit den Farben Rot, Gelb und Grün dargestellt. Es war für uns alle kaum vorstellbar, dass es tatsächlich Kinder gibt, deren Arm so dünn ist, dass er in den roten Bereich fällt.

Unsere letzte Etappe an diesem spannenden und informationsreichen Tag war das OP-Zelt. Dieses Zelt kommt vor allem in Kriegsgebieten, wie zum Beispiel in Afghanistan zum Einsatz. Diese Thematik nahm Susanna als Anlass, uns noch mehr über die politische Haltung von Ärzte ohne Grenzen zu erzählen: Ärzte ohne Grenzen ist eine unabhängige und auf Privatspenden angewiesene Organisation, die durch ihre politische Unabhängigkeit oftmals in brenzlige Situationen gerät.

Ich bewundere die Arbeit der MitarbeiterInnen von Ärzte ohne Grenzen und bedanke mich vielmals bei Susanna, die uns wirklich einen sehr spannenden Einblick in die Organisation gegeben hat. Außerdem hoffe ich, dass die vom Schulschiff gesammelten Spenden eine Hilfe für diese tolle Organisation sind und dass Ärzte ohne Grenzen als Organisation weiterhin ihre unverzichtbare und wichtige Arbeit durchführen kann. Mein Respekt gilt allen MitarbeiterInnen, die oft höchst gefährlichen Situationen ausgesetzt sind und diese mit Bravour bewältigen. Ich danke Ärzte ohne Grenzen für ihre tolle Arbeit!

Maxim Habison und Camillo Manurung

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