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Wie jedes Jahr im März fand auch heuer wieder in der Bezirksvertretung Floridsdorf eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Regimes statt. Dazu war auch eine Gruppe von SchülerInnen der 7a eingeladen, die im Rahmen der Gedenkfeier Auszüge aus eigenen Arbeiten lasen, die sie im Rahmen eines Geschichte-Wahlmoduls geschrieben hatten.

Die Themen waren:

  • Die Widerstandsgruppe „Igel“ im Salzkammergut
  • Der Aufstand im jüdischen Ghetto von Warschau im Frühling 1943
  • Der als „Mühlviertler Hasenjagd“ bekannt gewordene Ausbruch von mehreren hundert sowjetischen Häftlingen aus dem KZ Mauthausen im Februar 1945
  • Die Widerstandsgruppe der Geschwister Scholl in München
  • Bestrebungen von heutigen Rechtsextremisten, die Nazizeit zu verharmlosen

Herr Bezirksvorsteher Georg Papai und die Vertreter der Veranstalter erinnerten bei dieser Gelegenheit auch an die drei österreichischen Offiziere Biedermann, Huth und Raschke, die in den letzten Kriegstagen am Floridsdorfer Spitz ermordet wurden, weil sie versucht hatten, die Zerstörung Wiens durch Kontaktaufnahme mit der Roten Armee Wiens zu verhindern.

Vertreter des österreichischen Bundesheeres legten Kränze für die drei ermordeten Offiziere nieder.

Vom 11. bis 13. Februar boten die United Nations zum sechsten Mal, SchülerInnen aus Österreich und Deutschland die Gelegenheit, in einer UNO-Simulationskonferenz in die Welt der Vereinten Nationen und ihrer Teilorganisationen einzutauchen. Im Vienna International Centre beschäftigten sich rund 150 SchülerInnen in ihren Komitees mit international relevanten Themen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Diese waren heuer zum Beispiel Kinderarbeit, Militärische Interventionen, Produktpiraterie und sieben weitere. Das Schulschiff entsandte 13 SchülerInnen, die unsere Schule repräsentierten. Zehn von ihnen als Delegierte und drei in ihrer Funktion als Assistenten.

Jede/r SchülerIn wählte ein Land und ein Komitee, das mit je einem Thema verbunden war. Schon Monate vorher begannen wir mit der Vorbereitung. Dabei informierten wir uns über das Thema und vor allem über die Position unseres Landes. Denn dieses haben wir in den drei Tagen zu vertreten und keinesfalls durften wir unsere persönliche Meinung einfließen lassen. Dies verlangte uns besondere Disziplin und Ausdauer ab.

Die Komitee-Sitzungen bestanden zum einen aus formalen Debatten, zum anderen aus informellen Arbeitsphasen. Das Ziel war es, eine Lösung zu finden, mit der alle Vertreter der Gruppe zufrieden waren, und diese in einer Resolution festzuhalten. Wichtig bei der Komitee-Arbeit war die Einhaltung strikter formeller Regeln, die im Alltag der UNO genauso Anwendung finden. So wurde zum Beispiel schon bei der Aufnahme der Anwesenheit durch den Vorgesetzten, nicht mit „Hier!“ oder „Ja!“, sondern mit „Present“ oder „present and voting“ geantwortet – genauso wie bei „echten“ UNO-Konferenzen. Bei der abschließenden Generalversammlung kamen noch einmal alle Delegierten zusammen, die Resolutionen wurden vorgestellt, es wurde darüber abgestimmt und flammende Reden gehalten.

Für uns SchülerInnen war es eine tolle Möglichkeit mehr über die Aufgaben und die Arbeit in der UN zu erfahren, sowie unsere Teamfähigkeit, Rhetorik und Problemlösungskompetenzen unter Beweis zu stellen.

Unser Herr Direktor Mag. Schwarz, sowie Frau Maga. Bär, die uns tatkräftig unterstützte und das Ganze erst ermöglichte, waren natürlich besonders stolz als eine unserer Teilnehmerinnen mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde.

Es war definitiv ein besonderes Erlebnis, und eines der Highlights des Jahres!

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