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Am 26. April fand der 30. Jahrestag der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl statt. Angesichts dieses tragischen Unglücks, um es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und aus Respekt vor den Opfern, hielten Schüler und Schülerinnen der 8.Klasse Vorträge darüber im Mehrzwecksaal für ihre Mitschüler und -schülerinnen.

1986 explodierte der vierte Reaktor des Atomkraftwerks während eines Experiments. (AKW= Ein Kernkraftwerk ist zunächst einmal ein klassisches Wärmekraftwerk, die Wärmequelle ist ein Kernreaktor. Die Energie wird von Wasserdampf genutzt, um an Stromgeneratoren gekoppelte Turbinen anzutreiben.)

Dabei wurden viele radioaktive Stoffe freigesetzt. Zuerst zeigten Messungen in einem entfernten Kraftwerk in Schweden erhöhte Werte an Radioaktivität. Nachdem die eigenen Anlagen als Verursacher ausgeschlossen werden konnten, richtete sich der Verdacht aufgrund der aktuellen Windrichtung gegen ein Atomkraftwerk in der damaligen Sowjetunion. Erst Tage nach dem Unglück wurde die Katastrophe in Tschernobyl bekannt gegeben. Soziale Auswirkungen der Katastrophe waren zum Beispiel die Evakuierung von 135.000 Menschen und eine hohe Anzahl an Toten. Wie viele genau an den Folgen des Unfalls erkrankten oder starben, ist umstritten.

Auswirkungen des verhängnisvollen Ereignisses auf die Umwelt waren und sind bis heute noch spürbar. Gemüse, Pilze und Wild sind in vielen Regionen Europas immer noch radioaktiv. (Damals zog die radioaktive Wolke nach Europa.) Auch Österreich war von der radioaktiven Wolke betroffen. Zeitzeuginnen wie Frau Prof. Bachmann und Frau Prof. Hamp berichteten aus eigener Erfahrung, dass sie darüber — und über die damit verbundenen Gefahren erst Tage nach dem Unglück informiert wurden. Viele Menschen waren sehr beunruhigt. Sandkisten wurden ausgeräumt und vom Aufenthalt in Bädern wurde abgeraten.

Die eindrucksvollen Bilder, einzelne Filme und verschiedene Folien der Katastrophe, die uns mitgebracht wurden, veranschaulichten das Ereignis. Das Projekt brachte die meisten von uns zum Nachdenken, wie wir uns als KonsumentInnen verhalten sollen, um möglichst ohne Kernkraft auszukommen, z.B. Strom sparen und darauf achten, umweltfreundlich erzeugten Strom zu nutzen.

Wir danken für diese äußerst informative und interessante Veranstaltung!

 

 

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